Was gibt es nach einem langen Tag im Büro schöneres als der grauen Stadt zu entfliehen und raus in die Natur zu gehen? Nichts!
Doch egal welchem Hobby ich in der Natur nachgehe, eines gehört für mich immer dazu: Kaffee!

Nichts entschleunigt mehr als sich erstmal eine schöne Tasse Kaffee zu kochen. Doch ein Lagerfeuer ist nicht immer möglich und für einen Hobo muss man erst trockenes Holz suchen, also muss eine Alternative her.

Zum Zeitpunkt meiner Recherche gab es dutzende Gaskocher auf dem Markt und ich konnte mich für keinen entscheiden. Also bin ich schnurstracks ins Outdoorgeschäft meines Vertrauens gefahren um die Auslage zu begrabbeln und mich beraten zu lassen. Da ist es passiert: Ich habe mich sofort verliebt.

Er ist klein, leicht aber dennoch stabil, darf ich vorstellen: Der Lithium Kocher von Eifel Outdoor Equipments, kurz EOE!

 

      

Der Lithium Kocher von EOE ist der Traum jedes Leichtgewichtfetischisten, besteht er doch aus einer Mischung aus Titan und Aluminium und verschwindet zusammengepackt fast vollständig in der Wölbung einer Gaskartusche.

Hier ein paar Spezifikationen des Herstellers:

Gewicht: 44 g
Brennleistung: ca. 2.800 W
Abmessungen: 85 x 68 mm
Packmaß: 37 x 52 mm
Siedezeit: ca. 4 min. / 1 Liter Wasser

Seit dem Kauf begleitet mich der Lithium auf jeder Tour und ich bin nach wie vor begeistert. Nachfolgend nun, abgesehen von Größe und Gewicht, die Argumente die für mich definitiv für den Kauf des Kochers sprechen:

  • In Verbindung mit einer 220g Schraubkartusche und der sicherlich jedem bekannten Tatonka Handle Mug ergibt sich ein ausreichendes dimensioniertes Kochset für kleinere Touren.
  • Mit seinem kleinen Drehregler lässt sich die Leistung des Lithiums gut regulieren und sogar ein Warmhalten auf Sparflamme ist möglich.
  • Ist der Kocher mal etwas verdreckt lässt er sich fast komplett zerlegen und kann so gut gereinigt werden.

Übrigens finde nicht nur ich den Lithium super, 2013 gewann er den ISPO Gold Award für herausragende Produkte der Sportartikelbranche.

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich gibt es auch ein paar Einschränkungen bzw. Nachteile: Für 1-2 Personen ist der Lithium uneingeschränkt nutzbar. Kocht man allerdings für mehrere Personen, bzw. in Töpfen mit mehr als 1 Liter Füllmenge wird es schnell kippelig. Dies ist dem hohen Schwerpunkt und den kurzen Topfauflagen geschuldet, die für eine recht kleine Auflagefläche sorgen. Bezüglich eines sichereren Standes hilft ein Kartuschen-Standfuß, den man für wenig Geld im Internet kriegt, auf jeden Fall weiter und ist meiner Meinung nach unbedingt notwendig.

      

Ein weiterer Nachteil des Lithium ist der recht kleine Düsenkopf. Pfannen werden dadurch eher punktuell erhitzt, was zum Einbrennen von Essen führen kann. Aber auch dafür gibt’s Abhilfe, denn wer größere Töpfe verwendet kauft sich einfach den „großen“ Bruder des Lithium, den Titanium. Dieser ist ähnlich leicht, genauer gesagt 48 g, verfügt aber über einen größeren Brennerkopf.

Preislich ist der Lithium durchaus erschwinglich, im Netz findet man ihn schon ab 59,90 €.

Cheers

Tick // Tac-Duck