Hey Ducks!

Ein paar Tage ist es her, da habe ich mir für den Winter und nasskaltwindiges Wetter einen The North Face Biwaksack zugelegt und natürlich sofort ausprobiert. Es war windig, es war kalt, also nichts wie raus und draußen schlafen!

Aber zuerst mal die Specs vorne weg:
Oben hat der Sack eine Wassersäule von 1200mm, unten dank Ripstop Nylon 1500mm, atmungsaktiv dank DryWall, eingepackt ist er nur 420g schwer und ist im Beutel 25 x 12 cm groß. Ausgepackt ist er 264cm lang und 84cm breit.

North Face schreibt: „Dank leichter Verstaubarkeit, wasserdichten Eigenschaften und patentiertem, höchst atmungsaktivem DryWall™-Gewebe ist der Biwaksack ein echtes Allroundtalent, der Bergsportbegeisterten ganz neue Dimensionen eröffnet. Eins ist sicher: Du bleibst immer angenehm warm und trocken – und zwar ganz gleich, welches Wetter gerade draußen tobt.“

Erster Test, den Bivy auspacken und staunen: Fühlt sich gut an, ist qualitativ hochwertig verarbeitet und auch für Hünen lang genug. Seine Platzangst sollte man im Biwacksack trotzdem im Griff haben: In den Biwaksack rein geht es gut, der Reisverschluss ist dafür groß genug, nur etwas Platz zum Einstieg sollte auf der Kopfseite noch da sein. Kopf bleibt draußen und gute Nacht.

Feststellung am nächsten Morgen: Es war nicht kalt, gab keine Probleme mit Wind , der Bivy ist ratzfatz wieder eingepackt und es kann weiter gehen. Leichter Wind und nasskaltes Wetter waren kein Problem. Auch die Feuchtigkeit im Biwaksack hält sich in Grenzen, wenn er nicht geschlossen wird.

Zweiter Test auf großer Tour: nach vielen Kilometern auf den Beinen in der kühlen Abendluft den Bivy auspacken und Isomatte mit Schlafsack rein. Zum Schutz von unten noch eine Matte als Unterlage für den Bivy. Perfekt gerüstet für eine gute Nacht unter freiem Himmel. (Hey Ducks, wenn euch das Setup interessiert, schreibt mir einen Kommentar)

Feststellung am nächsten Morgen: Dank trockenem aber kaltem Wetter gut geschlafen,der Wind war auch wieder kein Problem – auf in den Tag!
Zweiter Abend: seit dem Nachmittag ist das kalte aber trockene Wetter weg und es nieselt. Alles klar, kein Problem, Bivy ist ja dabei. Damit es einem in der Nacht nicht direkt auf den Kopf regnet schnell einen Schlafplatz ausgemacht, sodass wenigstens der Kopf trocken bleibt und an den Aufbau des Nachlagers gemacht, während es weiter nieselt: Wasserfeste Unterlage raus, Bivy drauf, Isomatte und Schlafsack rein und gute Nacht.

Feststellung am nächsten Morgen: Der Nieselregen hat den Bivy nur unterhalb der Hüfte bewässert. Es hat die halbe Nacht geregnet und alles ist etwas klamm, aber im Bivy war es windgeschützt und warm. Beim Einpacken am Morgen die Verwunderung: Offensichtlich war der Nieselregen dem Bivy dann doch schon zu viel: Der Schlafsack und die Isomatte sind im Bivy im Fußteil nass. Ob er zuerst oben oder unten durchgelassen hat ist leider nicht festzustellen.
Das „Du bleibst immer angenehm warm und trocken – und zwar ganz gleich, welches Wetter gerade draußen tobt.“ hat wohl nicht ganz hingehauen.

Fazit: Der Bivy schützt vor Wind und Kälte, der Schlafsack ist vor Dreck geschützt, aber eine Nacht mit ordentlich Regen traue ich ihm nicht mehr zu.

 

Trick // Tac-Ducks