Wie Ihr auf Twitter schon sehen konntet war ich vor kurzem auf Tac Duck Mission im Süden von Afrika unterwegs. Mit dabei war so manches neues Gear was ich unterwegs auf Herz und Nieren getestet habe.


Adidas GSG 9.3 Stiefel (Beige):

Für Afrika war ich auf der Suche nach einem bequemen Stiefel mit gutem Profil und guter Atmungsaktivität der gleichzeitig nicht allzu taktisch aussehen sollte. 
Der Adidas GSG 9.3 schien bei meiner ersten Suche alle Kriterien zu erfüllen. 
Durch sein eher sportliches Design erscheint der Stiefel nicht sofort allzu taktisch und das Leder und Cordura auf der Außenseite sorgen für ordentliche Strapazierfähigkeit. Um dem Fuß zusätzlich Gutes zu tun steckt noch jede Menge Adidas Technologie in Dämpfung, Sohle und Fußbett.

Fazit:
Der GSG 9.3 trägt sich leicht und locker wie ein Sneaker und gibt einem trotzdem den Halt und den Schutz eines klassischen Stiefels. Besonders positiv ist mir vor allem aufgefallen, dass der Stiefel sehr sanddicht ist, vorausgesetzt man kann mit langen Hosen und Hosengummi in der Wüste umgehen.
Der Stiefel ist auch bei größerer Hitze atmungsaktiv wie ein Turnschuh und wird nicht auffällig warm oder gar nass. Bei übermäßig hoher Luftfeuchtigkeit merkt man aber natürlich, dass man auch im Stiefel schwitzt aber dann ist der Schweiß an den Füßen das kleinste Problem.
Der GSG 9.3 ist zwar nicht für Wasser, Schlamm und Regen konzipiert, macht aber durchaus auch im Regenwald mit kleinen Bachläufen und Pfützen eine gute Figur. Tatsächlich hat der Stiefel auch bei matschigen Untergründen oder auf nassen Steinen richtig guten Halt. Aber dennoch liegen seine Stärken klar in den trockenen, steinigen und sandigen Landschaften. Insgesamt kann ich sagen, dass der Stiefel mich vollends überzeugt hat und das Tragen auch bei längeren Touren eine wahre Freude war.

 

Helikon Tex Urban Tactical Pants (Mud Brown und Navy):

Die Menge an taktischer Kleidung auf dem Markt ist so vielfältig wie die an sie gestellten Anforderungen. Für mich ist die UTP von Helikon Tex das Nonplusultra im Bereich der taktischen Hosen mit ziviler Optik. Warum fragt ihr?
 Die Hosen haben top durchdachte -teilweise versteckt- angeordnete Taschen und einen sportlichen Schnitt für ausreichend Bewegungsfreiheit. Ripstop, Materialdoppelung an stark beanspruchten Stellen und eine solide Verarbeitung verhelfen der Hose zu langem Leben. Da sich die UTP im Alltag bisher ohne Murren schlägt ist es umso wichtiger, sie nun auch mal unter etwas widrigeren Bedingungen zu testen.


Fazit:
In 3 Wochen dauerhafter Nutzung hat mich die UTP nicht enttäuscht, egal ob in den Dünen, in der Stadt oder beim Klettern am Fels. Die vielen Taschen der Hose bieten eine Vielfalt an Verstaumöglichkeiten. In den versteckten Innentaschen am Bund lassen sich gut kleinere Bargeldbeträge oder Kreditkarten verstecken. In den vorderen Magazintaschen lässt sich das Smartphone geschützt aber griffbereit verstauen, gerade für Schnappschüsse auf Safaris bietet sich dies an. In den Cargotaschen habe ich eine kleine Tube Sonnencreme, Moskitorepellent und Sanitizer Handdesinfektionsmittel gepackt. In den innerhalb der Gesäßtaschen angebrachten Magazintaschen lässt sich super ein kleines Fixed, in meinem Fall das Para 2 von Eikhorn unterbringen.
Trotz der großen Anzahl an Taschen kann man sich mit der Hose gut frei bewegen und auch bei gefüllten – nicht vollgestopften! – Taschen reibt die Hose zu keiner Zeit unangenehm und die Bewegungsfreiheit ist nicht eingeschränkt.
Wo Sand ist, ist bekanntlich auch Staub und auch wenn dieser gerne in alle Taschen kriechen hatte ich nie Probleme mit den Reiß- oder Klettverschlüssen. Obwohl ich dazu bei meiner Recherche keine Informationen finden konnte würde ich der Hose durchaus einen gewissen Schutz vor Moskitos nachsagen, jedenfalls hatte ich mit ihr keinen Stich.

 

Craghopper NosiLife Bayame Shirt und Avila Hoody

Nach einem sehr informativen Gespräch am Craghopper Stand auf der diesjährigen Outdoor FN habe ich beschlossen mir deren NosiLife Kollektion mal genauer anzuschauen. Laut Craghopper soll die Kollektion dank eingewobenem Moskitorepellent nämlich dauerhaften Schutz vor Moskitos bieten, was für die kleinen Abstecher in die Malariagebiete Afrikas und bei meiner Abneigung gegen die handelsüblichen chemischen Hilfsmittel sehr verlockend klang.
Darüber hinaus begeisterte mich die Kollektion rein optisch, da meine Kleiderwahl eher im taktischen Bereich liegt gefiel mir das schlichte und durchdachte Design auf Anhieb.

Fazit:
Durch den dünnen Stoff ist die Haut bedeckt und durch UV-Schutzfaktor 50 am Tag vor
Sonne geschützt. Zur Dämmerung, wenn die Biester aus ihren Verstecken kommen, bieten die Klamotten dann einen guten Schutz vor Stichen durch Moskitos und Bisse durch Zecken. Der Stoff trägt sich auch bei großer Hitze angenehm auf der Haut und ist trotz Moskito Schutz ausreichend atmungsaktiv. 
Aber NosiLife kann noch mehr, neben dem Schutz vor Insekten reduziert die antimikrobielle Wirkung von NosiLife auch die Geruchsbildung.
 Für jemanden wie mich der eher schmelzen als erfrieren würde klingt das erstmal zu gut um wahr zu sein, aber auch hier kann ich nach 3 Wochen sagen, wow! Ich bin sehr positiv überrascht wie gut das Konzept funktioniert, mit NosiLife hatte ich keinen einzigen Stich und auch bezüglich der Geruchsbildung hat sich das Longsleeve den Umständen entsprechend gut geschlagen.
Wie anfangs bereits kurz erwähnt ist ein positiver Nebenaspekt, dass man sich durch den Style, Schnitt und die Farben der Kollektion auch von den üblichen “Safaritouristen” fortgeschrittenen Alters deutlich abgrenzt.

 

Eickhorn Para 2 Messer

Wer uns Erpel hier kennt weiß, dass wir das Haus nicht ohne Messer verlassen. Da ich in Afrika mal etwas neues ausprobieren wollte habe ich mir für meinen Ausflug das Para 2 von Eickhorn besorgt.
 Laut Eickhorn wurde das Para 2 als leichtes und kompaktes Zweitmesser konzipiert. Durch seine Größe und das geringe Gewicht eignet es sich problemlos als Backup-, Neck-, oder Stiefelmesser.
Zu Den Fakten:
Eickhorn Professional Steel
; 49 g Gewicht; 
8,4cm Klingenlänge; 
3,0mm Klingenstärke; 
18cm Gesamtlänge

Fazit:
Das Eickhorn ist mit seinen 49 g ein echter Knaller! Es findet überall Platz und trägt in der Tasche kaum auf. Mit seiner 3mm Klingenstärke lässt sich mit aber auch durchaus arbeiten, in diesem Fall Anzündholz für ein Lagerfeuer batonen ohne, dass das Messer großartig Schaden genommen hat. Natürlich leidet die Schärfe des von Werk aus scharfen Messers unter so einer groben Behandlung aber auch härteres Holz hat keine Ausbrüche, Dellen oder ähnliches zur Folge. Einziges Manko für mich war, dass die mitgelieferte Kydex-Scheide für sandige Gegenden etwas ungeeignet ist. Der Sand ist kaum mehr aus der Scheide zu bekommen und es knirscht auf ewig beim Ziehen und Verstauen des Messers.

Vielleicht plant ihr ja eine Reise in ähnliche Gebiete und mein Artikel kann euch helfen die passende Ausrüstung zu finden, ansonsten hoffe ich das Lesen war wenigstens ein netter Zeitvertreib für euch!

Jetzt aber genug Gequake, haut rein!

cheers Trick